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Auslese - Thees Uhlmann: Sophia, der Tod und ich


Auslese 
Thees Uhlmann: Sophia, der Tod und ich
Inhalt: “Was passiert, wenn eines Tages der Tod bei einem klingelt und sagt, dass man nur noch ein paar Minuten zu leben hat? ‘Sophia, der Tod und ich’ ist ein rasanter, hochkomischer, berührender Roman über all das, was im Leben wirklich zählt. Ein Roadtrip quer durch die Republik, hin zu den Menschen, die uns wichtig sind. Man liest, lacht [...] und freut sich, dass man dabei ist, bei dieser großartigen Sache namens Leben.”
Blick in’s Buch: “Ich: ‘Was bist du eigentlich so gut drauf, häh?’ ‘Warum ich so gut drauf bin?’, fragte der Tod und wiederholte diesen Satz noch mal in einer höheren Tonlage: ‘Warum ich gut drauf bin? Weißt du warum ich gut drauf bin? [...] Alles was ich normalerweise sehe, sind Menschen, die Angst haben, die nicht glauben können, was passiert, die bereuen, die verfluchen, fliehen, schreien, weinen, resignieren, panisch werden, beten, verzweifeln, flehen. Menschen, die in - wie du eben so schön gesagt hast - emotionale Ausnahmezustände geraten, weil ich sie ABHOLE, weil sie STERBEN, weil ich etwas beende, was ihnen eigentlich ganz gut gefällt. Auch wenn sie sich das zu Lebzeiten nicht wirklich klar machen. Ich bin der Schlachter. Ich bin der Beender. Ich bin das Ende des Lachens. [...] Ich, das unbeliebteste Wesen auf der ganzen Welt. Und weißt du, was jetzt hier gerade los ist?’ Ich: ‘Was?’ Der Tod: ‘Nichts! Ich stehe hier und es ist nichts los. Ich bin in der Welt. Ich bin auf der Welt. Ich bin an der Welt. Guck mal hier, ich fasse diese Mauer an. Oh, kalt, nass, Moos. Toll. [...] Ich bin gerade auf Urlaub und das zum allerersten Mal. Der Ohrfeiger der Seelen hat frei und er weiß das. Das ist hier los.’ Der Tod beendete seinen Monolog [...] und Sophia schaute uns an wie etwas, das die Katze nach dem Saubermachen auf den Teppich gewürgt hat.” (S. 33/34)
So beginnt alles noch - eine ganze Reihe Ungewöhnlichkeiten ergeben ein Abenteuer, das die Leser_innen sowohl herzhaft lachen lässt als auch nachdenklich macht. Ich selbst habe an vielen Stellen sehr lachen müssen. Gegen Ende steigt - wenn man so will - der Mystery-Charakter. Thees Uhlmanns (eigentlich Sänger) Debütroman ist wirklich geglückt. Auch wenn es ihm leider nicht immer gelingt, sprachlich ganz auf der Höhe zu bleiben oder manchmal in Plattitüden zu verfallen, ist dieses Buch doch durchweg fesselnd und letztlich tatsächlich ein schönes Plädoyer für die Lust am Leben.
Uhlmann, Thees: Sophia, der Tod und ich, Verlag Kiepenheuer & Witsch, Köln 2017, 318 Seiten.

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