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Impuls für Donnerstag, 01.04.2021


 


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Durch Orte getrennt, im Glauben vereint.


Losung und Lehrtext 
für Gründonnerstag, den 01.04.2021

Losung
Warum willst du mit Gott hadern, weil er auf Menschenworte nicht Antwort gibt? Denn auf eine Weise redet Gott und auf eine zweite; nur beachtet man's nicht.
Hiob 33,13-14

Lehrtext
Jesus antwortete dem Hohenpriester: Ich habe frei und offen vor aller Welt geredet. Ich habe allezeit gelehrt in der Synagoge und im Tempel, wo alle Juden zusammenkommen, und habe nichts im Verborgenen geredet. Was fragst du mich? Frage die, die gehört haben, was ich zu ihnen geredet habe.
Johannes 18,20-21


Impuls für den Tag

Menschen fragen mich: Hat denn die Kirche nichts zur Corona-Pandemie zu sagen außer, dass man sich eben an die staatlichen Vorgaben halten solle, damit der Spuk schnell ein Ende nimmt? Diese Menschen - manchmal der Kirche fern stehend - haben wohl ein Gespür dafür, dass alles, was wir erleben immer auch mit Gott zu tun hat. Hiob war verzweifelt. Er war fromm und ihm ist viel Schlimmes widerfahren. Gott hat ihn lange auf die Probe gestellt. Und in seiner ganzen Leidenszeit war er der festen Überzeugung: Gott hat seine Hände im Spiel. Es gibt kein Geschehen auf der Welt, bei dem er nicht beteiligt wäre. Nur wissen wir oft nicht, auf welche Weise. Oder wir achten nicht auf die Zeichen Gottes und meinen nichts von ihm zu spüren in den Krisen des Lebens und der Welt. In früheren Zeiten hat man bei Katastrophen Buß- und Bettage ausgerufen. Das Oberhaupt der orthodoxen Kirchen, Patriarch Bartholomäus, hat das angesichts der Corona-Pandemie ebenfalls getan. Heute, am Gründonnerstag denke ich auch an das Gebet Jesu im Garten Gethsemane vor der Kreuzigung. Selbst er leidet unter den Plänen seines himmlischen Vaters, weil er doch ganz Mensch geworden ist. Und doch fügt er sich diesen Plänen am Ende - ganz wie Hiob. Und uns zum Heil und zum Segen und zum Leben.

(Dekan Michael Karwounopoulos, Bad Urach/Württemberg)

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Geistliches Wort zum Wochenende

Den Farbfilm vergessen? Unlängst spielte die Militärkapelle der Bundeswehr beim großen Zapfenstreich für die Bundeskanzlerin a.D. Angela Merkel „Du hast den Farbfilm vergessen, mein Michael“ von Nina Hagen. Das Lied ist weithin bekannt, vielleicht sogar beliebt, und selbst im Militärtakt gut erkennbar. Es erzählt von einem traumhaften Sommerurlaub am Strand von Hiddensee, der jedoch im Nachhinein nicht mehr in Farbe, sondern nur schwarz-weiß auf Bilder gebannt ist, weil Micha – der Unhold – den Farbfilm vergessen hatte. Sie kennen das. Nun, weshalb erinnere ich Sie noch einmal daran? Weil ich glaube, dass es nicht nur möglich ist, den Farbfilm im Urlaub zu vergessen, so dass die Erinnerungen verblassen, sondern ihn auch für das was kommt, gar nicht einzulegen. Betrübtes Zugehen auf die Zukunft kann auch Bilder in schwarz-weiß malen, die sonst...