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Zu #C2708


Es muss irgendwann am Anfang des Jahres 55 n. Chr. gewesen sein. Da standen einige auf, erhoben die Stimme und sagten, was zu tun sei. Sie hatten einen Plan. Wie bisher konnte es nicht bleiben. Es konnte nicht alles erlaubt sein – nein, das durfte nicht so bleiben. Zu viele waren in jüngster Zeit dazugekommen. Das war endgültig zu viel! Wer sollte bei all den Unterschieden noch durchblicken? Es gab doch einen Kriterienkatalog, der aufzeigte, wer zu wem gehört und wie das zu erkennen ist.
Sie hatten schnell Erfolg, diese Menschen, die da aufstanden und die Stimme erhoben. Viele stimmten ihnen zu und folgten ihnen. Jetzt war klar, es gibt dieses und jenes zu tun, um den nötigen Abstand zu schaffen und die eigene Identität zu bewahren.
Andere hatten ihre Zweifel daran. Ein Kriterienkatalog? Sind Menschen wirklich so einfach zu kategorisieren?
Es waren vermutlich viele Provinzen in Kleinasien, denen es zu dieser Zeit so ging: der heutige Bereich der Osttürkei war damals Drehscheibe der politischen und wirtschaftlichen Beziehungen im Römischen Reich. Das wirkte sich natürlich auch auf die Bevölkerung aus. In kurzer Zeit kamen Menschen von Ost und West in dieses ländliche Gebiet und begannen, es mitzuprägen.
Ein römischer Bürger unterhielt damals gute Beziehungen zu diesen Provinzen. Als er von den jüngsten Auseinandersetzungen hört, schreibt er in einem Brief, vermutlich im Spätherbst 55, die folgenden Zeilen:
„Denn ihr seid alle Söhne und Töchter Gottes durch den Glauben in Christus Jesus. […] Da ist weder Jude noch Grieche, da ist weder Sklave noch Freier, da ist nicht Mann und Frau. Denn ihr seid alle eins in Christus Jesus.“ (Galaterbrief 3, 26+28)
Der römische Bürger hieß Paulus. Sein Brief existiert heute noch. Seine Botschaft: wohl so brisant wie damals. Die damit verbundene Hoffnung: noch immer des Hoffens wert!
#Chemnitz #C2608 #C2708 #C3008 #noracism #nohomophobia

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Video-Gottesdienst aus der Marienkirchgemeinde im Striegistal


Video-Kindergottesdienst





Die Osternacht aus der Kirche in Bockendorf mit Osterlob



Hörgottesdienst




Sollten Sie eine CD von Ihrer Kirchgemeinde in Roßwein-Niederstriegis, der Marienkirchgemeinde im Striegistal, Pappendorf oder Hainichen-Bockendorf-Langenstriegis erhalten haben, finden Sie diesen Hörgottesdienst auch auf der CD.

Per Telefon können Sie den Gottesdienst natürlich ebenfalls anhören.
Das geht unter der folgenden Nummer: 0345 / 483412477

Mit dem hier nachstehenden Player können Sie den Gottesdienst auch anhören:



Und schließlich noch eine Andacht zur Osternacht:



Sonntag Lätare - 22.03.2020

Im Folgenden gibt es die Kurzpredigt im Kontext einer Andacht zum Nachhören, nur Predigttext und Kurzpredigt zum Hören und Predigttext und Kurzpredigt als reine Textversionen.
Ganz am Ende dieses Beitrages finden sich Links und Video des ersten Online-Gottesdienstes der Marienkirchgemeinde im Striegistal mit Pfarrer Jörg Matthies.


Die ganze Andacht zum Hören.  Sie folgt dem Andachtsblättchen "An(ge)dacht".

Nur Predigttext und Kurzpredigt kann man hier anhören:


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An(ge)dacht

Da die gegenwärtige Situation angesichts des Corona-Virus uns alle miteinander zu Einschränkungen zwingt, und wir daher auch als Kirchgemeinde alle Veranstaltungen bis einschließlich den 29.03.2020 abgesagt haben, möchten wir Sie dennoch einladen, mit uns gemeinsam unseren Glauben weiter zu leben. Hier finden Sie eine mögliche Form der Andacht für Zuhause und weitere Anregungen.
Außerdem möchten wir in den nächsten Wochen an jedem Wochentag zum 18Uhr-Geläut in der Kirche in Pappendorf und zum 17Uhr-Geläut in den Kirchen in Bockendorf und Langenstriegis beten. Sie dürfen wissen, dass jemand mit dem Glockenschlag das Vaterunser beten wird und sie sind eingeladen, es mit zu beten. Dort, wo Sie gerade sind. So werden wir zwar räumlich getrennt, aber im Gebet und durch unsere Worte miteinander verbunden sein. 

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