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Impuls für Mittwoch - 22.07.2020






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Durch Orte getrennt, im Glauben vereint.

Losung und Lehrtext für 
Mittwoch, 22.07.2020
 

Gott tut große Dinge, die nicht zu erforschen, und Wunder, die nicht zu zählen sind.
Hiob 9,10

Mit dem Reich Gottes ist es so, wie wenn ein Mensch Samen aufs Land wirft und schläft und steht auf, Nacht und Tag; und der Same geht auf und wächst - er weiß nicht wie. Von selbst bringt die Erde Frucht.
Markus 4,26-28


Impuls für den Tag


Ein Traktor fährt vor mir her, der Hänger voll Getreide. Die Kolosse von heute haben nichts mehr mit dem Erntewagen von einst zu tun. Getreideanbau heißt heute „Pflanzenproduktion“. Da ist kaum noch etwas ist dem Zufall überlassen. Doch ist das wirklich so?  

Wohl eher nicht! Denn Tage zuvor sehe ich den Bauern am Feldrand stehen. Er hat  eine Ähre prüfend in der Hand und schaut kritisch zum Himmel. 

Landwirtschaft ist eben keine herkömmliche Produktion. Vieles hängt vom guten Zusammenspiel zwischen Feldanbau und Natur ab. Es darf nicht zu nass, zu kalt, zu windig, zu trocken sein. Die Bodenwerte müssen stimmen. Und Wildschweine bleiben besser am Feldrand stehen. 

Ich frage mich trotzdem: Was würde ein gestandener Bauer zum Bibelvers aus dem Markusevangelium sagen? Er würde zunächst schallend lachen. Denn eine gute Ernte erledigt sich nicht im Schlaf. Da ist viel zu tun, bis es soweit ist. Doch letztlich wird auch er zustimmen: Es ist jedes Jahr ein Wunder, wie aus der Saat die Ernte heranwächst. Herr, hab Dank dafür! Amen. 

(von Pfarrer Heiko Jadatz aus Roßwein)

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