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Predigt zu Jeremia 20 am Sonntag Okuli

Predigttext: Jeremia 20, 7-11a: 7 HERR, du hast mich überredet und ich habe mich überreden lassen. Du bist mir zu stark gewesen und hast gewonnen; aber ich bin darüber zum Spott geworden täglich, und jedermann verlacht mich. 8 Denn sooft ich rede, muss ich schreien; »Frevel und Gewalt!« muss ich rufen. Denn des HERRN Wort ist mir zu Hohn und Spott geworden täglich. 9 Da dachte ich: Ich will seiner nicht mehr gedenken und nicht mehr in seinem Namen predigen. Aber es ward in meinem Herzen wie ein brennendes Feuer, verschlossen in meinen Gebeinen. Ich mühte mich, es zu ertragen, aber konnte es nicht. 10 Denn ich höre, wie viele heimlich reden: »Schrecken ist um und um!« »Verklagt ihn!« »Wir wollen ihn verklagen!« Alle meine Freunde und Gesellen lauern, ob ich nicht falle: »Vielleicht lässt er sich überlisten, dass wir ihm beikommen können und uns an ihm rächen.« 11 Aber der HERR ist bei mir wie ein starker Held,  (Luther 2017) _______________________________________ „ W...

Predigt zu Johannes 3 am Sonntag Reminiszere 2019

Es ist wohl eines der denkwürdigsten Gespräche, die uns berichtet werden. Ein Nachtgespräch. Düster-dunkle Atmosphäre. Totenstille. Und Nikodemus, ein gelehrter Jude, nutzt den Schutzmantel der Dunkelheit, um mit Jesus zu sprechen. Doch Nikodemus, der Gelehrte, kommt in diesem Gespräch kaum zu Wort. Hauptsächlich spricht Jesus. Er spricht von sich – auch wenn Nikodemus das noch nicht wissen kann. Jesus spricht von der Vergangenheit, der Gegenwart und vor allem von der Zukunft: 14 Und wie Mose in der Wüste die Schlange erhöht hat, so muss der Menschensohn erhöht werden, 15 auf dass alle, die an ihn glauben, das ewige Leben haben. 16 Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, auf dass alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben. 17 Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, dass er die Welt richte, sondern dass die Welt durch ihn gerettet werde. Doch es ist eine Rettung mit Hindernissen: denn... 19 Das...

Predigt zu 1. Kor 7, 29-31

Gnade sei mit euch und Friede von Gott unserem Vater und dem Herrn Jesus Christus.  Amen. 1. Korinther 7, 29-31 29b  Die Zeit ist kurz. Auch sollen die, die Frauen haben, sein, als hätten sie keine;  30  und die weinen, als weinten sie nicht; und die sich freuen, als freuten sie sich nicht;  und die kaufen, als  behielten sie es nicht;  31  und die diese Welt gebrauchen, als brauchten sie sie nicht. Denn das Wesen dieser Welt vergeht. Möge dieses Wort des Paulus an die Korinther heute auch ein Wort des Herrn für uns, unser Wesen und unser Leben sein. Das gebe Gott. Amen. Am Anfang – ganz am Anfang – ehe es irgendetwas gab – an diesem Anfang – vor aller Zeit,  da gab es nichts  – gar nichts – nichts Benennbares jedenfalls, weil noch nichts benannt war. Und dann, dann schuf Gott etwas – etwas, das er benannte – plötzlich war da etwas und nicht mehr nichts. Wenn Gott nicht wäre, dann gäbe es nichts – zumindest ni...